Die Samtkopfgrasmücke
(Quelle: AZ-Nachrichten 3/96)
Artikel geschrieben von Manfred Giebing


Sylvia melanocephala (Gmelin, 1789) - engl.: Sardinian
Warbler



Mit ihren 13,5 cm Größe ist sie eine kleine Grasmücke
mit grauen Farben und einem roten Augenring. Das Männchen hat einen schwarzen
Kopf, aber eine weiße Kehle. Es spreizt häufig den schwärzlichen,
gestuften Schwanz mit den auffallend weißen Kanten. Das Weibchen ist viel
brauner. Seine Kappe ist mit graubraun kaum dunkler als der Rücken.


Die Samtkopfgrasmücke bewohnt hauptsächlich die trockenen
Küstengebiete des Mittelmeeres. Ihr Lebensraum sind Macchia, die Zwergbuschsteppe,
auch Eichenhaine, Obstplantagen und Gärten. Das Männchen trägt
seinen melodisch klingenden Gesang aus einem Busch oder sehr oft im Balzflug
vor.


Das Napfnest wird schon im März von beiden Partnern aus
Gräsern und Spinnweben im Gebüsch, knapp in Bodennähe aber nicht
höher als 2 m gebaut. Es wird innen mit Pflanzenwolle ausgepolstert. Die
Bauzeit beträgt 5-7 Tage.


Ein Gelege besteht aus 3-5 Eiern, welche auf weißlichem
Grund mit dunkleren, kleineren Flecken versehen sind. Ihre Größe
beträgt 17,9 x 13.6 mm, bei einem Frischgewicht von 1,6-1,85 g. Männchen
und Weibchen brüten 12-14 Tage. Die geschlüpften Nesthocker sind nackt,
mit gelben Rachen und Randwülsten. An der Zungenbasis befinden sich ein
Paar dunkle Punkte. Die Nestlingszeit beträgt 11-12 Tage Während dieser
Zeit werden sie von beiden Eltern gefüttert. Nach dem Ausfliegen übernimmt
das Männchen allein die Aufgabe, während das Weibchen sich auf die
nächste Brut vorbereitet.


Samtkopfgrasmücken sind keine Zugvögel. Im Winter
siedeln sie aber vom Buschland in Wälder über.


Samtkopfgrasmücken mausern zwischen Juli bis November
und zwischen Januar und März. Jungvögel mausern zwischen Juli und
Dezember.


Samtkopfgrasmücken sind eigentlich problemlose Volierenbewohner,
müssen aber frostfrei und trocken überwintert werden. Auch die Fütterung
macht keine Sorgen. Sie nimmt ohne Schwierigkeit Grasmückenfütter,
Beeren und Obst zu sich. Zur Brutzeit gilt jeweils 1/3 Grasmückenfütter,
Lebendfutter und Beeren bzw. Obst. Sind die Jungen geschlüpft Lebendfutter
nach Bedarf bis zum Ausfliegen. Danach weiche Beeren zufüttern. Nach der
Mauserzeit nur noch wenig Lebendfutter, ansonsten Grasmückenfutter und
Beeren mit Obst.


Auch Samtkopfgrasmücken werden regelmäßig aber
wenig gezogen.


Übrigens, wenn ein Paar nicht harmonisiert, so ist ein
Partner auszutauschen. Samtkopfgrasmücken schließen eine Ehe über
mehrere Jahre und so sollte ein tatsächliches Zuchtpaar beieinander bleiben.



Copyright: Manfred Giebing
Norken, Deutschland
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