Werbung fŘr unseren Feldsperling
(Quelle: AZ-Nachrichten 09/99)
Artikel geschrieben von Thomas Wendt


Passer montunus
(Linne, 1758) - engl.: Tree Sparrow






Allgemeines


Ich
möchte heute in einen kleinen Beitrag für unseren
Feldsperling werben, d. h. ich möchte ihn vorstellen und seine
Haltung und Zucht dem einen oder anderen Liebhaber schmackhaft
machen. Nachdem ich vor vielen Jahren schon einmal Haussperlinge
hielt, beschäftige ich mich nun seit drei Jahren mit dem
Feldsperling. Natürlich gibt es buntere, besser singende oder
seltenere Vögel. Doch wer einmal einen Sperling aus nächster
Nähe betrachtet, wird bemerken, dass seine kontrastreiche
Gefiederfärbung doch sehr hübsch ist. Auch sein Verhalten,
vor allem während der Brutphase, finde ich äußerst
interessant.





Beschreibung/Vorkommen


Sein
Vorkommen und seine Beschreibung möchte ich in wenigen Sätzen
zusammenfassen. Fast jeder kennt den Haussperling. Diesem ähnelt
der Feldsperling sehr. Durch seinen dunklen Wangenfleck ist er sehr
gut vom Haussperling zu unterscheiden. Beide Geschlechter sind gleich
gefärbt. In mehreren Rassen bewohnt der Feldsperling Europa,
Asien, Nordamerika und Australien. Er kommt in Dörfern, Städten,
Parks, Gärten und Feldgehölzen vor.





Unterbringung


Ich
berichte über ein Paar Feldsperlinge, das ich im Herbst 1996
bekam. Zwei blutsfremde Jungvögel, in bestem Zustand. Nach einer
Eingewöhnungszeit in
einer kleinen Innenvoliere, bezogen sie eine Gemeinschaftsvoliere.
Viele mögen sagen, dass Sperlinge stürmisch und scheu
wären. In kleinen Volieren ohne entsprechende Deckung bzw.
Ausstattung ist dies schon möglich. In meiner dicht bewachsenen
Voliere fielen sie bisher kaum auf. Auch Streitereien mit anderen
Vögel kommen nicht vor, ob mit Rotkehlchen, Feldlerchen oder
Tannenmeisen vergesellschaftet. Die Voliere ist mit einigen Koniferen
und vor allem mit Holunder bepflanzt. Der Boden, bestehend aus Wald-
und Mutterboden, ist mit Schilf, Bambus, Heide, Brennesseln, Disteln
und verschiedenen Wildkräutern bewachsen. Ein angrenzender
Innenraum wird so gut wie nie aufgesucht. Da die Voliere nur zu einem
Drittel wind- und wettergeschützt ist, sind die Vögel dem
natürlichen Jahreszyklus ausgesetzt. Dies trägt mit
Sicherheit zum Wohlbefinden der Vögel bei. Das Futter wird auf
einem Futtertisch in etwa 80 cm Höhe gereicht. Ein Betonbecken
mit Zu- und Ablauf dient als Badebecken. Um den Sperlingen auch die
Gelegenheit zum Sandbaden zu geben, ist auch eine kleine Sandfläche
in der Voliere vorhanden.Weiterhin gehören ein Kaninchen- und
Pferdemisthaufen, Baumstümpfe und Findlinge zur
Volierenausstattung. Die Seiten der Voliere sind mit Kiefernzweigen
verkleidet. Verschiedene Nistmöglichkeiten werden in Form von
Staren- und Meisenkästen, Haibhöhlen, Rotschwanznistkästen
mit zwei ovalen Einfluglöchern, verschiedene Körbchen sowie
Kaisernester angeboten.





Zucht


Im
Mai beginnen die Feldsperlinge mit dem Brutgeschäft. Immer
wieder lockt das Weichen durch Flügeischlagen das Männchen
an. Auch Lockrufe können jetzt immer häufiger vernommen
werden. Nistmaterial befindet sich zu diesem Zeitpunkt bereits in der
Voliere. In erster Linie biete ich lange, trockene und auch frische
Grashalme, weiterhin Schilfblätter, Kokosfasern, Scharpie,
Tierhaare, Federn, Wurzelfasern und dünne Zweige. Nachdem die
ersten langen Grashalme aus einer Nisthöhle ragen, kann man
davon ausgehen, dass die Feldsperlinge mit dem Brutgeschäft
beginnen. Es entsteht ein dichtes Bauwerk, wobei der gesamte
Innenbereich der Nisthilfe zugebaut wird. Das ausgepolsterte Nest
befindet sich stets auf dem Boden des Nistkastens. Bei Nistkästen
mit zwei Einschlupflöchern wurde stets eines zugebaut. Das
eigentliche Nest erreichten die Vögel durch einen engen
Schlauch. So ist es auch sehr schwierig das Nest zu kontrollieren
oder die Jungen zu beringen. Die Gelegegrößen schwankten
bisher zwischen fünf und acht Eiern. Nach meinen Beobachtungen
bebrüten beide Elterntiere die Eier. Sobald ich die Voliere
betrete, wird das Nest verlassen und das, obwohl die Nistkästen
teilweise zehn Meter vom Voliereneingang entfernt sind. Nach etwa
zwölf Tagen Bebrütungszeit schlüpfen die ersten
Jungen. Bis alle Jungen das Licht der Welt erblickt haben, können
bis zu drei Tage vergehen. Nach einigen Tagen sind aber alle
Jungtiere gleich groß. Die Jungen sind nach meinem Empfinden
sehr kräftig und zäh. Ich habe sie sowohl mit den
hornfarbenen Ringen des WVP, als auch mit den farbigen Jahresringen
der AZ beringt. Nie wurde ein Jungvogel aus dem Nest getragen. Nach
etwa vierzehn Tagen verlassen die Jungen das Nest. Sie fliegen dann
schon sehr sicher. Nach einigen Tagen beginnen die Alttiere bereits
mit dem Bau des zweiten Nestes. Das alte Nest wurde bisher nicht
wieder ausgebaut. Es wurden jeweils nur zwei Jahresbruten getätigt.
Das waren in den vergangen drei Jahren insgesamt sechs Gelege. Es
wurden 36 Eier gelegt, es schlüpften 36 Junge und alle wurden
aufgezogen und kamen sehr gut durch die Mauser. Also eine Schlupf-
und Aufzuchtrate von 100 %. Die Gelegestärken gliederten sich
wie folgt: 2 x 5 Eier, 3 x 6 Eier und 1 x 8 Eier. Ich beließ
alle Jungvögel stets bei den Eltern.





Fütterung


In
der Gemeinschaftsvoliere haben die Feldsperlinge einen sehr
abwechlungsreichen Speiseplan. Halte ich sie doch mit Körner-
und Weichfressern sowie mit Gemischtköstlern zusammen. In dieser
Voliere stehen ihnen verschiedene Saatenmischung bereit. Meine
Saatenmischung beziehe ich von der Futtermittelhandlung Blattner und
bin hiermit äußerst zufrieden. Ich reiche zwei sogenannte
Waldvogelmischungen sowie Spezielmischungen für Kernbeißer,
Kreuzschnäbel und Hakengimpel. Diese Mischungen enthalten u. a.
Negersaat, Perilla, Zichorien, Fichtensaat, Salatsamen, Knäulgras,
Kardi, Sesam, Mohn, Kiefern- und Lärchsaat, Hanf, weiße,
gestreifte und geschälte Sonnenblumenkerne, Hainbuchensamen,
Mariendistelsamen, Ahorn und Ebereschenbeeren. Glanz, geschälter
Hafer und ein gutes Exotenfutter stehen ebenfalls bereit. Zur
Brutzeit wird natürlich täglich frisches Keimfutter
gereicht. Uber die Zubereitung habe ich bereits mehr­fach
berichtet. Ein selbsthergestelltes Weichfresserfutter steht das ganze
Jahr hindurch zur Verfügung. Auch über diese Mischung
berichtete ich bereits mehrfach. Lebendfütter ist zur
Jungenaufzucht ebenfalls notwendig. In erster Linie reiche ich
Mehlwürmer in allen Größen, Buffalos, Pinkies,
Fleischmaden, Ameisenpuppen und hin und wieder Wiesenpiankton. Das
Lebendfutter wird vor dem Verfüttern mit Lebertran und Olivenöl
präpariert. Anschließend wird es mit einem Pulvergemisch
aus Bierhefe, Traubenzucker, Futterkalk und einem
Multivitaminpräperat angereichert. Obst und Grünfutter wird
je nach Jahreszeit reichlich in die Voliere gegeben. Grit und
zerstoßene Eierschalen stehen auch stets zur Verfügung.





Zusammenfassung


Nach
meinen Erfahrung ist der Feldsperling ein sehr dankbarer Pflegling.
Seine sehr hohe Schlupf- und Aufzuchtrate begeistern mich jedes Jahr
aufs Neue. Obwohl ich mit der Abgabe der Jungvögel keine
Probleme habe, sollte auch dieser ,Allerweltsvogel' mehr von den
Liebhabern unserer heimischen Vögel berücksichtigt werden.
Ich hoffe durch diesen Bericht, den einen oder anderen Züchter,
auf den Feldsperling neugierig gemacht zu haben. Werden einige
Grundvoraussetzungen bei der Fütterung und Ausstattung der
Voliere beachtet, wird man sehr viel Freude an den Sperlingen haben.
Hier noch ein Nachsatz: Häufig wird der Begriff Dreckspatz
verwandt. Dies trifft bei weitem nicht auf die Feldsperlinge zu. Es
sind sehr saubere, sich häufig badende Vögel. Auch das Nest
wird peinlich sauber gehalten. Es sieht nach dem Ausfliegen aus, wie
frisch erstellt.





Literatur:


WENDT,
Th. (1998):
Der Feldsperling Haltung und Zucht in der
Gemeinschaftsvoliere. Die Voliere 5/98.



Copyright: Thomas Wendt
Wilhelmshaven, Deutschland
Werbung

Aktuelle Angebote

NAGERSPIELZEUG HANTEL HANTEL DIA. 6,5 X 10 CM NAGERSPIELZEUG HANTEL HANTEL DIA. 6,5 X 10 CM
3,95 Euro 0,95 Euro
Abc Holzblock gro├č Abc Holzblock gro├č
5,95 Euro 3,95 Euro
Bach-Bl├╝ten Nr.  7 Entschlackung/Entgiftung 10 g MHD 2.2.23 Bach-Bl├╝ten Nr. 7 Entschlackung/Entgiftung 10 g MHD 2.2.23
9,15 Euro 4,50 Euro (450,00/kg)

Neu im Sortiment

bunnyBedding Easy t├╝rkis bunnyBedding Easy t├╝rkis
29,99 Euro
bunnyBedding Easy pink bunnyBedding Easy pink
29,99 Euro
bunny HamsterTraum basic 600g bunny HamsterTraum basic 600g
7,99 Euro (13,32/kg)

Datenschutzerklńrung