Erfahrungen mit den Goldbrüstchen
Artikel geschrieben von Stefan Gämlich

Namen: Goldbrüstchen (D); Guldbryster Astrild (DK) ,

Vientre naranja (E) , Orange-breasted Waxbill (GB); Astrild à flancs

rayés, Astrild á plastron orangé (F)(Bengalino petto d`oro,Ventre

arancio (I), Goudbuikje (NL)



Goldbrüstchen wurden im Laufe der Zeit wissenschaftlich unterschiedlich

benannt:


Sporeaginthus subflava (Neunzig 1920), Amandava subflava (Steinbacher et al

1965), Amandava subflava (Bielfeld 1973), Sporeaginthus subflavus (Robiller

1978), Sporeaginthus subflava (Koepff 1983).



Das Goldbrüstchen gliedert sich in zwei Unterarten:


Einmal in Amandava subflava subflava und in Amandava subflava clarkei.


Die Unterart s. clarkei dürfte die wohl am häufigsten gehaltene Art

vom Goldbrüstchen sein. Ich muß aber auch sagen daß ich nur

3 Vogelhändler kenne die A. s. clarkei von A. s. subflava eindeutig unterscheiden

können. Vielleicht liegt es ja auch dadran, dass die Unterart subflava

nicht oft gezüchtet wird. Ich selbst züchte die Unterart A. s. clarkei.



Verbreitungsgebiet:



A. s. subflavus : Lebt im Senegal und im Südwesten Mauretaniens, und

in der Gegend von Mopti in Mali ( dem Oberlauf des Niger) .



A. s. clarkei: Kommt vom südlichen Somalia und südlichen Kenia südwärts

bis zur östlichen Hälfte Südafrikas, westwärts durch Tansania,

Ruanda bis zum südöstlichen, westlichen und südlichen Zaire,

südlichen Gabun und in den Norden Angolas vor.



Zucht:



Anfang Januar 1998 wurde ein Paar Goldbrüstchen mit einem Paar Wachtel-astrilden

(Ortygospiza atricollis) zusammen in einer 1m Lang 0,50m Hohen und 0,50m Breiten

Heckbox. Eingerichtet war diese mit Kiefer- und Tannenästen.


Als Bodengrund nehme ich Vogelerde. Da Goldbrüstchen gerne baden, stand

stets ein Badehaus bereit. Als Nistmöglichkeiten wurden Nistkörbchen

und halboffene Nistkästen angeboten. Sie bezogen recht schnell das Nistkörbchen

und bauten aus Kokos- und Sisalfasern ihr Nest. Das Erste Ei wurde am 15.01.98

gelegt. Es folgten noch 3 weitere Eier. Von den 4 gelegten Eiern waren zwei

nicht befruchtet, wie sich beim Schlupf herausstellte denn ich mache keine vorherigen

Nestkontrollen. Die Jungen schlüpften am 12 und 13 Tag.



In den ersten 10 Tagen benötigen Goldbrüstchen sehr viel animalisches

Futter, wie z.B. kleine Mehlwürmer und Ameiseneier. Aber auch Pinkys werden

von meinen Vögeln gerne genommen, die ich gefroren in der Kühltruhe

aufbewahre und nicht wie vielleicht noch viele andere, lebend im Kühlschrank.

Diesen Tip mit den Pinkys habe ich aus den AZ-Nachrichten von Herrn Majier.

Ein sehr guter und auch nützlicher Tip, der vielleicht Ehemännern

den Ärger mit der Frau ersparen kann. Denn sind wir doch mal ehrlich, wer

hat schon gerne lebende Pinky im Kühlschrank ?


Zur Aufzucht der Jungen wird aber auch halbreife rote Kolbenhirse sehr gerne

genommen. Im Alter von 10 Tagen werden Sie bei mir beringt. Die Ringgröße

beträgt 2,0 mm. Besser sind aber 1,8 mm. Da die 2,0 mm doch häufig

vom Fuß abziehbar sind, wie ein Fall auf der AZ-Bundesschau 98 bewiesen

hat. Leider bekommt man die 1,8 mm Ringe nur über den DKB aber vielleicht

bald auch bei der AZ. Mit 18 Tagen flogen die Jungen aus. Für 2-3 Tage

wurden sie von den Eltern noch ins Brutnest zurück gelockt. Mit 33 Tagen

waren sie schon futterfest. Kurze Zeit später begannen sie auch schon mit

der Mauser. Die mit drei Monaten abgeschlossen war. Seit ein zwei Jahren stelle

ich bei meinen Goldbrüstchen fest, daß sie im ersten Jahr keine rein

gelbe Brust haben, sondern wo sonst bei der Unterart A. s. clarkei ein rötlicher

Strich ist. Haben sie ein schwarzes Gefieder. Dieses tritt so wohl bei Wildfang-Pärchen

auf als auch bei Nachzuchten.


Ich weiß nicht ob es daran liegt, daß meine Vögel kein direktes

Sonnenlicht bekommen oder ob das einfach so bei mir der Fall ist. . Vielleicht

haben ja auch andere Züchter Erfahrungen damit gemacht und können

mir den Grund dafür nennen.



Ernährung:



Als Grundfutter gebe ich meinen Goldbrüstchen ein Exoten-Mischfutter das

zusätzlich noch mit Grassamen, Kleesaat und Wildsämereien gemischt

wird. Dieses Futter bekommen alle meine Vögel. Zudem bekommen sie noch

rote Kolbenhirse und Silberhirse im reifen und halbreifen Zustand. An Lebendfutter

reiche ich Mehlwürmer, Fliegenmaden (Pinkys) und Ameiseneier. Auch gern

genommen wird ein Eifutter das mit Ameiseneiern angereichert gereicht wird.



Schlußwort:



Leider wird dieser Vogel noch immer zu selten gezüchtet. Ob wohl er ein

leicht zu züchtender Vogel ist. Goldbrüstchen kann ich eigentlich

nur jedem Prachtfinkenliebhaber empfehlen und denen, die es noch werden wollen.

Ich hoffe, daß sich durch diesen kurzen Bericht ein paar Züchter

mehr dieses wunderschönen Vogels annehmen. Denn ich glaube nicht daß

er , wenn wir uns jetzt nicht einen gesicherten Stamm aufbauen, lange in unseren

Volieren überleben wird, wenn einmal der Einfuhrstopp aus Afrika kommt.

Leider übertreffen die Importzahlen noch immer die Nachzuchtzahlen.



Ach ja noch was zu meiner Person. Ich bin 18 Jahre alt und züchte nun

seit 5 Jahren Prachtfinken. Da sag doch noch mal einer, Vogelzucht wäre

nichts für junge Leute! Des weiteren bin ich sehr interessiert an Kontakt

zu anderen Goldbrüstchenzüchtern aus ganz Deutschland . Aber auch

an andere afrikanischen Prachtfinkenzüchtern. Ich freue mich über

jeden neuen Kontakt.



Copyright: Stefan Gämlich
42489 Wülfrath, Deutschland
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