Die Sardengrasmücke
(Quelle: AZ-Nachrichten 8/96)
Artikel geschrieben von Manfred Giebing

Sylvia sarda (Temminck) - engl.: Marmoras Warbler



Mit ihren 12 cm ist sie die kleinste Grasmücke. Sie wirkt
aus der Ferne einheitlich schiefergrau. Der Gestalt nach wie die Provencegrasmücke,
aber von dieser durch die schiefergraue, statt purpurbraune Kehle und Unterseite
zu unterscheiden. Die Oberseite ist schiefergrau. Im abgetragenen Gefieder ist
der Kopf, Flügel und Schwanz dunkler, teilweise fast schwarz. Der rote
Augenring steht im Kontrast mit dem fast schwarzen Wangen. Junge und Weibchen
sind insgesamt bräunlicher. Ihr Unterkörper ist nach hinten zu, weißlich.


Die Sardengrasmücke bewohnt die Macchia und gebüschreichen
Gegenden, beschränkt auf die Inseln des westlichen Mittelmeeres von den
Balearen bis Sizilien. Der zwitschernde Gesang ist ähnlich dem der Provencegrasmücke.
Er wird hastig mit pfeifenden Lauten und gequetschten Tönen sehr oft im
Singflug vorgetragen.


Der Nestrand ist niedrig im dichten Unterwuchs. Es ist ein
umfangreicher, fester Napf aus Halmen, Blättern und Flechten gebaut. Außenherum
mit Spinnweben und Wolle getarnt, wird er innen mit Haaren ausgepolstert. Ein
komplettes Gelege besteht aus 3-4 Eiern, selten aus 5. Sie sind spindelförmig


und auf schmutzig weißem Grund rötlichbraun punktiert
und gesprenkelt. Ihre Maße betragen 18 x 13,5 mm. Beide Partner brüten
13 Tage, um danach die Jungvögel auch gemeinsam zu füttern. Die Jungen
sind nackt und dunkelhäutig. Ihr Rachen ist orange und an der Zungenbasis
befinden sich zwei dunkle Punkte. Nach 9 - 10 Tagen verlassen sie noch flugunfähig
das Nest. Meistens bereitet sich das Weibchen noch auf eine Folgebrut vor, so
das das Männchen die Jungtiere alleine versorgen muß.


Sardengrasmücken ernähren sich von Kleinstinsekten,
deren Larven und Eier, genau so wie die Provencegrasmücke.


Die Fütterung und Haltung der Sardengrasmücke ist
im Grundsatz wie bei der Provencegrasmücke. In der Literatur konnte ich
nichts über eine Zucht finden.


Sardengrasmücken haben ihre Vollmauser im Zeitraum September/Oktober
und ihre Teilmauser im März/April.



Bemerkungen


Die Vorstellungen der oben aufgeführten Grasmückenarten
sind einmal länger beziehungsweise kürzer, also teilweise nur angerissen.
Sie sollen Interesse


wecken für diese doch gefährdete Gruppe der Grasmücken.
Taucht der Wunsche eine Vogelzüchters für die Zucht dieser Arten auf,
so sollte es ein "Muß" sein, sich anhand von entsprechender Literatur
und bei einem Züchter zu informieren.



Copyright: Manfred Giebing
Norken, Deutschland
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